Thermotransferfolie

Sie drucken bereits Etiketten mit einem Thermotransfer-Drucker, ob haben vor es in Zukunft zu tun? Dann stellt sich die Frage welches Farbband Sie verwenden müssen um einen perfekten Druck zu erzielen. Wir wollen Ihnen auf unseren Seiten einen zeigen, worauf Sie bei der Wahl der Thermotransferfolie achten müssen. Wir erklären Ihnen welche Qualitätsunterschiede es gibt und geben Ihnen ein paar nützliche Tipps & Tricks mit auf den Weg, die Sie im täglichen Umgang mit Ihrem Etikettendrucker anwenden können.

Thermotransferfolie


Aufbau einer Thermotransferfolie

Thermotransferfolie besteht aus vier Grundelementen:

  • Backcoating
  • Polyester Film
  • Release Schicht
  • Farbschicht

 

1.) Das Backcoating

ist die Rückseitenbeschichtung eines Farbbandes, die ca. 0,2 µm stark ist. Hierbei handelt es sich um eine silikonisierte Schicht, die mehrere Funktionen in sich vereint:

  • Schutz der Polyesterfolie vor „Durchbrennen“ beim Druckprozess
  • Verminderung der elektrostatischen Aufladung des Farbbandes bei den zahlreichen Umrollprozessen
  • Verbesserung der Gleiteigenschaften des Farbbandes am Druckkopf.

 

 2.) Der Polyester Film (PET-Liner)

Der PET Liner dient so zu sagen als Trägerfolie des Thermotransfer-Bandes und dient als Grundlage für die Rückseitenbeschichtung sowie die Beschichtung der Vorderseite. Sie besteht aus einer 4,5 µm starken Polyesterfolie, die auf der einen Seite mit mindestens einer hitzeempfindlichen 2 – 4 µm starken Farbschicht und auf der anderen Seite mit einem Back-Coating versehen ist.

3.) Die Release Schicht

ist die Trennschicht bei Farbbändern zwischen Farbschicht und Basisfolie, die ca. 0,4 µm stark ist. Die Release-Schicht gewährleistet eine äußerst schnelle Farbübertragung durch Ablösung von Farbfeldern und einer minimalen Trockenzeit der übertragenen Farbe. Diese Trennschicht ist transparent und dadurch auf dem Druckbild nicht sichtbar.

4.) Die Farbschicht

besteht aus einer Trägermasse von Wachsen und Kunstharzen, in die Farbpartikel beigemischt sind. Bei schwarzen Thermotransferfolien handelt es sich um sehr feine Rußpartikel.


Die 3 Qualitätsstufen im Überblick:

Wachs

Die Wachs-Thermotransferfolie ist die günstigste Qualitätsstufe und wird zum Druck auf Papier- und Kartonmaterialien verwendet. Farbbänder aus Wachs haben einen sehr niedrigen Schmelzpunkt, somit benötigen Sie wenig Druckenergie beim Drucken. Dies wirkt sich positiv auf den Verschleiss der Thermodruckleiste (Printhead) aus. Mit Wachs Thermotransfer-Farbbändern können hohe Druckgeschwindigkeiten von bis zu 256mm pro Sekunde erreicht werden. (mit dem geeigneten Etikettenmaterial!) Der Aufdruck der Wachs Thermotransferfolie ist tief schwarz, bedingt wisch und kratzfest und nicht resistent gegenüber Lösungs- oder Reinigungsmitteln.

Wachs-Harz

Wachs-Harz Thermotransferfolie ist die mittlere Qualitätsstufe und ist bedingt durch den Harzanteil universell einsetzbar. Mit diesen Farbbändern können Sie  sowohl bei Papier- als auch Kunststoffetiketten bedrucken. Wachs-Harz Mischbändern werden mit mittlerer Drucktemperatur gedruckt. Das Druckbild bietet eine gute Schwärzung und ist auf Papiermaterialien wisch- und kratzfest. Bei dem Druck auf Kunststofffolien ist der Ausdruck ebenfalls gut, ist aber nur bedingt wisch- und kratzfest, sowie resistent gegenüber Lösungsmitteln und Chemikalien.

Harz

Die Harz Thermotransferfolie ist die teuerste und somit höchste Qualitätsstufe. Sie bietet ein gestochen scharfes Druckbild und wird zum Druck von Kunststoffmaterialien wie PE, PP, PVC oder PET verwendet. Der Aufdruck bietet eine sehr gute wisch- und kratzfestigkeit und ist resistent gegenüber Reinigungsmitteln und Chemikalien. Je nach Qualität sind die Aufdrucke sogar Acethonbeständig oder sind für hohe Temperaturen jenseits der 200° C Marke geeignet.  Auch hier natürlich nur in Verbindung mit dem richtigen Etikettenmaterial.


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